Ein effizienter Umgang mit Energie ist unabdingbarer Bestandteil eines Energiekonzeptes in Kliniken, die wegen Ihrer komplexen Anforderungen extrem hohe Energieaufwendungen haben. Dazu kommt, dass knapper werdende Ressourcen und gesetzliche Auflagen (z.B. die EnEV) die Energiepreise steigen lassen. In diesem Zusammenhang spielt eine Effizienzsteigerung eine wesentliche Rolle.
Typische Ansatzpunkte für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen sind
Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir Informationen zu den jeweiligen Themenkomplexen bereit, die mit Praxisbeispielen aus der Klinikwelt und Berichten unserer Partner unterlegt sind. Gerade in letzter Zeit haben einige Kliniken beispielhafte Energiekonzepte und optimierte Betriebskonzepte umgesetzt.
Basis-Informationen
Hier finden Sie Hintergrundwissen zum jeweiligen Thema
Maßnahmen
Zusammenstellung von Maßnahmen, die in verschiedenen Krankenhäusern bereits umgesetzt wurden
Praxisberichte unserer Partner
Die Inhalte hier werden von unseren Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt.
Fraunhofer UMSICHT untersucht Energieeffizienz in 20 Krankenhäusern
In Deutschland gab es laut Statistischem Bundesamt 2006 insgesamt ca. 2 100 Krankenhäuser mit rund 510.000 Betten. Dabei spielen die Energiekosten vor dem Hintergrund des wachsenden Marktdruckes und der steigenden Energiepreise eine wichtige Rolle für die Konkurrenzfähigkeit der Krankenhäuser. Dabei ist der Energiehunger enorm: pro Bett werden im Durchschnitt umgerechnet ca. 2 700 l Öl und ca. 8 000 kWh Strom pro Jahr verbraucht. Das liegt deutlich über dem Energiebedarf einer Familie mit einem modernen Einfamilienhaus.
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Eine Untersuchung des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
Der Gebäudesektor ist verantwortlich für über 40% des europäischen Energieverbrauchs. Gleichzeitig liegt das Energie-Einsparpotenzial im Bereich der Betriebsführung, d.h. im Bereich nicht- bzw. gering investiver Maßnahmen, bei 5-30%. Dies gilt insbesondere für den Bestand an Nicht-Wohngebäuden.
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Der Betrieb einer Klinik ist aufgrund der hohen technischen Anforderungen sowie der fehlenden Ruhephasen sehr energieintensiv. Der Jahresenergiebedarf bezogen auf ein Klinikbett entspricht zwei neueren Einfamilienhäusern. Energieverbrauch in dieser Größenordnung legt nahe, Effizienzpotenziale zu identifizieren und zu erschließen. Neben dem dadurch erreichten Beitrag für die Energiewende können erhebliche Kosten vermieden werden. Die Kampagne „Klinergie“ bietet Kliniken eine Vielzahl von Informationen und Hilfestellungen, um sich gezielt dem Thema anzunähern.
Ich schätze den branchenspezifischen Ansatz, der mit Hilfe konkreter Instrumente sowie vieler „guter Beispiele“ eine realistische Perspektive für zukunftsorientierte Krankenhäuser aufzeigt. Als flankierende Unterstützung fördert mein Haus im Rahmen des Klimaschutz-Plus-Programms Investitionsmaßnahmen, die zur Effizienzsteigerung führen. Ich wünsche der Kampagne „Klinergie“, dass sie viele Kliniken erreicht und einen wichtigen Impuls für mehr Umweltschutz und Ressourcenschonung setzen kann.
Franz Untersteller
Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
des Landes Baden-Württemberg