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Strommarkt

Vor der Liberalisierung des Strommarkts existierte nur ein Stromanbieter. Zunächst hat die Liberalisierung des Strommarkts in Deutschland am 29. April 1998, zu starken Preiskämpfen und einem Konzentrationsprozess geführt. Viele Stromanbieter fusionierten oder bildeten Allianzen um sich Marktanteile zu sichern.

Die großen Konzerne beherrschen nach wie vor den Markt. Heute wird die Stromversorgung in Deutschland im Wesentlichen von den vier großen Versorgungsunternehmen E.on, RWE, Vattenfall und EnBW sichergestellt. Diese vier Gesellschaften versorgen rund 80 % der Bundesrepublik Deutschland mit Energie. Neben den vier überregionalen Verbundunternehmen gibt es in Deutschland rund 900 Stromversorger. Doch nur die wenigsten davon verfügen über nennenswerte Kraftwerkskapazitäten. Sie müssen sich den Strom also an der Börse oder bei den "großen Vier" kaufen. Insgesamt haben seit der Liberalisierung des Strommarktes 25 Prozent der deutschen Verbraucher ihren Stromanbieter gewechselt. Diese Verträge bieten günstigere Verbrauchspreise. Der Wechsel des Stromanbieters wird für die Bundesbürger damit immer selbstverständlicher. Bei Gewerbekunden haben rund 50 Prozent ihren Stromanbieter bzw. den Tarif gewechselt, bei Industriekunden sogar 100 Prozent.

Eine der Folgen dieser Entwicklung ist ein seit Jahren steigender Strompreis, der heute oftmals weit über dem Niveau der Zeit vor der Liberalisierung liegt.

Ein wichtiger Faktor für den Strompreis ist die Erhöhung der Stromerzeugungskosten. Im Trend werden Kohle und Erdgas von Jahr zu Jahr immer teurer, und diese Mehrkosten werden auf die Kunden umgelegt.

Ein in den vergangenen Jahren noch größerer Kostentreiber für das Stromkostenbudget war die schrittweise Erhöhung von Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Stromverbrauch. Hier muss insbesondere die Stromsteuer und die EEG Umlage für die Erneuerbaren Energien genannt werden. Im Jahr 2012 liegt die Staatsquote bei den Stromkosten bei ca. 40%. Für das verarbeitende Gewerbe besteht die Möglichkeit die Steuern- Abgaben- und Umlagenlast zu reduzieren wenn entsprechende Anträge und Verfahren genutzt werden.

Ein weiterer Kostenfaktor ist das sogenannte Netznutzungsentgelt der Netzbetreiber, das je nach Ausgangssituation 10-20% der Stromkosten ausmacht. Die Netzentgelte werden von der Bundesnetzagentur genehmigt und werden in den kommenden Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht sinken, da gewaltige Investitionen in das Stromnetz notwendig sind um die Energiewende zu bewältigen. Diese zusätzlichen Kosten werden über die Netzentgelte auf alle Verbraucher umgelegt.

Für die Strombeschaffung stellen die genannten Faktoren in Kombination mit sich volatil entwickelnden Marktpreisen und in Anbetracht der Vielzahl von in Deutschland tätigen Stromanbietern eine große Herausforderung dar.

Quelle: ECG Consulting GmbH

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